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Es gibt gute Sachbearbeiter, Fallmanager und Arbeitsvermittler, aber eben auch welche, die weder fachlich noch sozial (zwischenmenschlich) kompetent sind.

Der Gang zum Sachbearbeiter, Fallmanager oder Arbeitsvermittler, l?st bei vielen Menschen, Herzrasen, Angstzust?nde und diverese andere negative Gef?hle aus. Dieses kann mitunter dazu f?hren, dass jemand nicht zu einem Termin erscheint, daraus kann eine Minderung der Regelbedarfsleistung folgen oder aber m?gliche Hilfestellungen werden nicht Anspruch genommen. Daraus kann folgen, dass viele Menschen eine Verschlechterung ihrer Lebenssituation in Kauf nehmen, anstatt den Weg ins Jobcenter zu suchen. Weitere Negativerw?gungen sind, dass man sich oft alleine, schwach und ausgeliefert f?hlt. Auch kann man sich nie sicher sein, dass einem tats?chlich die vollst?ndigen Informationen ?ber m?gliche Anspruchs-bzw. Weiterbildungs-und Qualifizierungsm?glichkeiten erl?utert werden und dahingehend vollumf?nglich beraten wird.

Nur die wenigsten wissen, dass man nach ? 13 Abs. 4 Zehntes Buch Sozialgesetzbuch (SGB X) die M?glichkeit hat, einen Beistand zu solchen Gespr?chen mitzunehmen. Dieser Beistand darf nicht von einem Gespr?ch ausgeschlossen werden, sollte dieses doch der Fall sein, so k?nnte ggf. eine geleistete Unterschrift unter eine "Eingliederungsvereinbarung" unwirksam sein.

Der Beistand kann folgende Aufgaben ?bernehmen:

  • Als Zeuge dem Gespr?ch beiwohnen, dieses ist insbesondere empfehlenswert, wenn
    • eine Eingliederungsvereinbarung erstellt werden soll, die nachfolgende Bestandteile enthalten sollHemmnisse vorliegen, wie z.B. gesundheitliche Einschr?nkungen oder zu pflegende Angeh?rige
      • Anzahl Bewerbungsbem?hungen
      • gesundheitliche Einschr?nkungen in der Vermittlung
      • Teilnahme an Coachings, Bewerbungscenter, Trainings, Praktika, Qualifzierungen, B?rgerarbeit oder sogenannte 1-Euro Jobs
    • Ein Profiling der Erwerbs-und Lebensbiographie erstellt wird
    • wenn sonstige Hindernise vorliegen, wie z.B. kein PC und Drucker, kein F?hrerschein, Schulden, Suchtprobleme, Analphabetismus, mangelnde Sprachkenntnisse
  • Er kann f?r die Person sprechen, hier gilt das Wort das Beistands, als h?tte es die Person selbst gesagt, es sei denn, die Person widerspricht unmittelbar sofort.
    • Der Beistand kann auch in eine Gerichtsverhandlung (z.B. Er?rterung des Sachstandes) begleiten, allerdings ersetzt er den Rechtsanwalt nicht, das Jobcenter hingegen darf als Beh?rde, keinen Beistand im Rahmen einer Er?rterung des Sachstandes hinzuziehen, da der Prozessvertreter bereits die Person des Beh?rdenvertreters darstellt.
  • Er kann das Gespr?ch protokollieren, dieses kann u.a. f?r ein Gerichtsverfahren von entscheidener Bedeutung sein.
    • Die meisten Jobcenter verfassen sowohl im Leistungsbereich, wie auch im Fallmanagement und in der Arbeitsvermittlung sogenannte Gespr?chsnotitzen, die Vollst?ndigkeit und Korrektheit dieser Gespr?chsdokumentation wird aber oft nicht durch den Leistungsberechtigten best?tigt, da diese auch oftmals nicht dar?ber aufgekl?rt, dass ?berhaupt solche Gespr?chsdokumentationen erstellt werden. Kommt es zu einer sozialgerichtlichen Auseinadersetzung, so kann es passieren, dass die einseitig erstellten Gespr?chsdokumentationen gegen den Leistungsberechtigten angewandt werden. Ein nachtr?gliche Korrektur ist mit hohem Aufwand verbunden und ben?tigt vor allem Zeugen. (Unser Tipp, beantragen Sie nach ? 25 Abs. 1 Zehntes Buch Sozialgesetzbuch (SGB X) die Akteneinsicht in s?mtliche "sie" betreffenden bevor sie in eine gerichtliche Auseinandersetzung einsteigen, dieses erleichtert auch Ihrem Anwalt seine T?tigkeit.)

Es gilt allerdings zu beachten, dass der Beistand fachkundig sein sollte, er muss ?ber die Probleme informiert sein um entsprechend einen sachgem??en Vortrag leisten k?nnen bzw. im Bedarfsfall in das Gespr?ch eingreifen zu k?nnen. 

Bevor unser Verein einem Leistungsberechtigten einen Bestand zur Seite stellt, wird dieses eingehend geschult, damit er bestm?glich im Termin eine Unterst?tzung sein kann.

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