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Arbeitslosengeld 2 - Hartz 4 - Leistungen nach dem Zweiten Buch Sozialgesetzbuch (SGB II)

Im Volksmund wird das Arbeitslosengeld 2, welches auf den rechtlichen Grundlagen des Zweites Buches Sozialgesetzbuch (SGB II) basiert, als "Hartz4" bezeichnet. Die rot-grüne Bundesregierung hatte es sich in ihrer zweiten Legislaturperiode zum Ziel gemacht, die Anzahl der erwerbslosen Menschen in Deutschland zu verringern. Zu diesem Zweck setzte der damalige Bundeskanzler eine Kommission ein, die entsprechende Vorschläge erarbeiten sollte, wie dieses Ziel erreicht werden kann. Vorsitzender dieser Kommission war der damalige Personalvorstand der Volkswagen AG Peter Hartz (daher der Name "Hartz"). Bestandteil des 4 Gesetzes für moderen Dienstleistungen am Arbeitsmarkt (daher das "4") war die

  • Zusammenfassung der Arbeitslosenhilfe und Sozialhilfe (Hilfe zum Lebensunterhalt) für alle "erwerbsfähigen" Leistungsberechtigten zu einer Leistung, nämlich dem Arbeitslosengeld 2.
  • Durch die Zusammenfassung der Geldleistungen der Arbeitslosenhilfe und der Sozialhilfe für alle "erwerbsfähigen" Leistungsberechtigten, wurde erreicht, dass auch die Personen als "Erwerbsfähige" erfasst wurden, die bereits mehrjährig "arbeitslos" sind, allerdings statistisch nie erfasst wurden sind,
  • Allen "erwerbsfähigen" Leistungsberechtigten, sollte eine bessere und vor allem individuelle Förderung ermöglicht werden, um wieder in den 1.Arbeitmarkt eingliedert zu werden.

Betreut wurden die Leistungsberechtigten anfangs in 3 verschiedenen Modellen:

  • Arbeitsgemeinschaften (ARGE) besteht aus Mitarbeiten der Agentur für Arbeit (für die Arbeitsvermittlung und das Fallmanagement) und Mitarbeitern der kommunalen Verwaltung (für die Leistungsbearbeitung)
  • Optionskommunen-oder Kreisen, zugelassene kommunale Träger (zkT) übernehmen eigenständig die Arbeitsvermittlung, das Fallmanagement und die Leistungsbearbeitung
  • getrennte Trägerschaften, die Agentur für Arbeit übernahm die Leistungen für die Arbeitsvermittlung und das Fallmanagement und die Kommune bzw. der Kreis die Leistungsbearbeitung.

Seit dem Jahr 2010 gibt es nur noch gemeinsamen Einrichtungen (vormals Arbeitsgemeinschaft - ARGE) und die besondere Einrichtungen der Optionskommunen-bzw. Kreise, beide Einrichtungsformen werden entsprechend § 6 d Zweites Buch Sozialgesetzbuch (SGB II) als "Jobcenter" bezeichnet.

 

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