• .

  • .

  • .

  • .

Urlaub bei Hartz4 - Bitte beachten

Mit Beginn der Ferien werden viele Menschen in den Urlaub fahren oder haben dieses noch vor. Im Gegensatz zu beschäftigten Arbeitnehmern und Arbeitnehmerinnnen hat ein Leistungsberechtigter von Leistungen nach dem Zweiten Buch Sozialgesetzbuch (SGB II), keinen Rechtsanspruch auf einen Urlaub im Sinne des Arbeitsrechtes.

Die Suche nach einem Arbeitsplatz bzw. nach einem Ausbildungsplatz haben immer einen absoluten Vorrang, daraus folgt, dass man jederzeit für das Jobcenter erreichbar sein muss. Im Einzelnen ist darunter zu verstehen; dass man jederzeit:

  • Post des Jobcenters persönlich zur Kenntnis zu nehmen kann,
  • das Jobcenter aufzusuchen kann,
  • mit einem möglichen Arbeitgeber oder Träger einer beruflichen Eingliederungsmaßnahme in Verbindung zu treten kann und bei Bedarf persönlich mit diesem zusammenzutreffen könnte
  • eine vorgeschlagene Arbeit oder eine vorgeschlagene Eingliederungsmaßnahme aufnehmen kann.

Diese Bestimmungen erfolgen aus der Erreichbarkeitsanordnung (EAO) der Bundesagentur für Arbeit

Entsprechend dieser Erreichbarkeitsanordnung (EAO) ist es allerdings auch möglich, dass ein Leistungsberechtigter auf das Kalenderjahr betrachtet, in der Regel eine Ortsabwesenheit von 3 Wochen in Anspruch nehmen kann. Dieses sollte man rechtzeitig, also ca. 2 Wochen vor der geplanten Ortsabwesenheit bei seinem Arbeitsvermittler bzw. Fallmanager beantragen. Für gewöhnlich wird die Ortsabwesenheit auch bewilligt, es sei denn, es wird zu dem Zeitpunkt an einer Eingliederungsmaßnahme teilgenommen oder die Aufnahme einer Arbeitstätigkeit bzw. Ausbildung würde dadurch verhindert. Für den Zeitraum der genehmigten Ortsabwesenheit erhält man seine regulär zustehenden Leistungen ohne Minderung weiter.

Wer allerdings ohne Genehmigung in die Ortsabwesenheit geht, muss damit rechnen, dass er für diesen Zeitraum keinen Anspruch auf Leistungen nach dem Zweiten Buch Sozialgesetzbuch (SGB II) hat. Hat man innerhalb des Zeitraumes, den man "nicht" genehmigt ortsabwesend war, z.B. einen Termin bei seinem Jobcenter versäumt oder sich nicht auf eine vom Jobcenter vorgeschlagene Stelle beworben, so kann hieraus auch Nachteile entstehen, dass aufgrund eines Meldeversäumnisses nach § 32 Zweites Buch Sozialgesetzbuch (SGB II) eine Minderung der maßgeblichen Regelbedarfsleistung um 10 vom Hundert eintritt oder die maßgebliche Regelbedarfsleistung aufgrund einer Pflichtverletzung nach § 31 Abs. 1 Zweites Buch Sozialgesetzbuch (SGB II) entsprechend § 31 a Abs. 1 oder 2 oder 3 Zweites Buch Sozialgesetzbuch (SGB II) gemindert wird.

In begründeten Einzelfällen, kann die Ortsabwesenheit auch verlängert werden, dieses sollte man mit seinem Jobcenter genau absprechen.

Achtung:
Sobald man aus der Ortsabwesenheit zurück ist, muss man sich in der Regel bei seinem Jobcenter zurückmelden.

 

 

f t g